Das passende Wohnmobil finden

Finden Sie mit uns ihr perfektes Wohnmobil

Wer mit einem Wohnmobil verreisen möchte, sieht sich bei der Auswahl mit einer Vielzahl von Modellen konfrontiert, die für Laien verwirrend sein kann. Damit Sie schnell das für Ihre Bedürfnisse passende „Objekt der Begierde“ ausfindig machen können, finden Sie an dieser Stelle wichtiges Basiswissen über die Typen der Wohnmobile und welche Zielgruppe sich für welches „fahrende Wohnhaus“ entscheiden sollte. Am Anfang empfiehlt sich die Beantwortung dieser Fragen:

  • Wie viel Geld darf/soll mich das Wohnmobil kosten?
  • Welche Touren sind mit dem Wohnmobil geplant?
  • Welche Ausstattung muss das Wohnmobil dafür mitbringen?
  • Welche Ansprüche stelle ich an den Komfort meines fahrbaren Untersatzes?
  • Welche Aufbauform kommt meinen Ansprüchen am Nächsten?

Selbstverständlich können Sie weitere Fragen ergänzen, um die Eingrenzung ihres favorisierten Modells zu vereinfachen.

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Die Aufbauformen der Wohnmobile

Generell werden Wohnmobile in diese vier Aufbauformen unterteilt:

  • Alkoven
  • Teilintegriert
  • Vollintegriert
  • Campingbusse / Kastenwagen

Alkoven Wohnmobile: Wohnmobile, die über eine Schlafnische mit einem fest installierten Bett oberhalb der Fahrerkabine verfügen, werden Alkoven genannt. Diese platzsparende Option verschafft Ihnen Platzvorteile, wenn Sie mit Ihrer Familie oder einer größeren Reisegruppe auf Achse gehen. Durch weitere fest installierte Betten bieten manche Alkoven Wohnmobile bis zu sieben Personen Platz. Damit nachts niemand friert, können Sie den isolierten Aufbau vom Fahrerhaus trennen.

Vor- und Nachteile Alkoven:

  • das fest installierte Bett im Alkoven ist jederzeit verfügbar
  • viel Platz für bis zu sieben Personen
  • geringe Wendigkeit aufgrund der Wuchtigkeit des Alkovenmobils
  • hoher Kraftstoffverbrauch
  • Aufgrund der Höhe und der Seitenneigung für geübte Fahrer geeignet

Teilintegrierte Wohnmobile: Die teilintegrierten Wohnmobile verbinden ein serienmäßiges Fahrerhaus mit einem Wohnbereich. Die Sitze des Fahrerhauses lassen sich zum Wohnraum hin umdrehen. Ein teilintegriertes Wohnmobil, was meist auf einem Fiat Ducato aufbaut, bietet für zwei bis vier Personen ausreichend Platz je nachdem, ob es mit oder ohne Hubbett ausgestattet ist. Dass ein Hubbett vorhanden ist, erkennen Sie daran, dass das Wohnmobil meist ein aufgewölbtes Dach hat. Dort ist das zusätzliche Bett untergebracht, was nachts zum Schlafen abgesenkt wird.

Vor- und Nachteile Teilintegrierte:

  • bieten Platz für zwei bis vier Personen
  • eignen sich am besten für Paare, die nur gelegentlich andere Reisende einladen
  • Teilintegrierte ohne Hubbett verbrauchen weniger Kraftstoff
  • Relativ hohe Wendigkeit
  • Keine optimale Ausnutzung des Platzes durch die Teilintegration

Vollintegrierte Wohnmobile: Diese Wohnmobile verfügen über einen nahtlosen Übergang zwischen dem Fahrerhaus und dem Wohnraum. Da sie den flächenmäßig größten Wohnraum bieten, werden Vollintegrierte auch gern als die „Königsklasse“ unter den Wohnmobilen bezeichnet. Durch die vollständige Integration des Fahrerhauses in den Wohnbereich wird der vorhandene Platz optimal ausgenutzt. Über dem Fahrerhaus befindet sich meist ein Hubbett. Bis zu vier Personen können ganz bequem in diesem Wohnmobiltyp reisen.

Vor- und Nachteile Vollintegrierte:

  • optimale Ausnutzung des vorhandenen Platzes
  • die Anordnung der Ausstattung ist praktisch
  • weniger wendig als Campingbusse oder Teilintegrierte
  • hoher Kraftstoffverbrauch
  • der unübersichtliche Bug setzt eine hohe Sicherheit beim Fahren voraus

Campingbusse/Kastenwagen: Das bekannteste Beispiel für einen Campingbus ist der Volkswagen Bulli. Andere Modelle, die sich in diese Kategorie einreihen lassen ähneln einem Sprinter oder einem Transporter. Vorteilhaft ist die gute Raumaufteilung, die zwei Personen ausreichend Platz bietet. Damit ist solch ein wendiger Kastenwagen für einen Urlaub bestens geeignet.

Vor- und Nachteile Campingbusse und Kastenwagen:

  • sehr hohe Wendigkeit durch die geringen Abmessungen
  • Hecktüren lassen die Zuladung von sperrigem Gepäck zu
  • die Alltagstauglichkeit dieser Wohnmobile ist sehr hoch
  • geringer Kraftstoffverbrauch
  • für zwei Personen optimal, vier Personen möglich

Darüber hinaus stehen Ihnen einige Sonderformen zur Verfügung. Das können Pick-ups sein, deren Kabine fest montiert oder abnehmbar ist oder Sie entscheiden sich für Fernreisemobile mit einer überaus luxuriösen Ausstattung, die auf dem Fahrgestell eines Lkw montiert wurden.

Die Basisfahrzeuge – ein Überblick

Am häufigsten werden Sie bei Alkovenwohnmobilen und bei Teilintegrierten als Basisfahrzeug den Fiat Ducato vorfinden. Er dominiert aufgrund seines Frontantriebs und der damit verbundenen Flexibilität bei den Aufbauten den Markt mit etwa 60 Prozent. Die Motorleistung bei einem Ducato beginnt mit 115 Pferdestärken, was für gemächliche Fahrten ausreichend ist. Mögen Sie es etwas flotter oder soll es in die Berge gehen, können Sie die Leistung bis auf 177 Pferdestärken aufstocken.

Auf den Rängen zwei und drei rangieren bei den Marktanteilen der Ford Transit und der Mercedes Sprinter. Letzterer überzeugt durch sein hervorragendes Fahrverhalten, was auch ungeübten Fahrern das Handling vereinfacht. Die ausgezeichnete Verarbeitung, sehr gute Fahreigenschaften und die Flexibilität bei der Ausstattung zeichnen den VW Transporter T5 aus, der bei kompakten Campingbussen oft und gern zum Einsatz kommt.

Ein weiteres Auswahlkriterium: Der Grundriss

Haben Sie sich für eine der vier Aufbauformen entschieden, geht es daran, den Grundriss der Wohnmobile zu lesen. Dieser gibt Ihnen über die Anordnung des Wohnraums Aufschluss und Sie können erfahren, wie etwa die Betten, die Küche und das Bad angeordnet sind. Auch bei den Grundrissen gibt es standardisierte Typen, die Ihnen die Auswahl erleichtern. Diese Fragen sollten Sie sich beim Betrachten der Grundrisse beantworten:

  • Wie viele Personen werden gleichzeitig das Wohnmobil benutzen? Danach richtet sich die Anzahl der Betten und deren Anordnung. Sind ältere Personen unter den Reisenden sollte auf die gute Erreichbarkeit der Schlafplätze geachtet werden. Dann bietet sich ein Queens-Bett an, was von drei Seiten zugänglich ist. Haben Sie kleinere Kinder dabei, könnte ein seitlich angeordnetes Bett die richtige Lösung sein, um die Gefahr des Herausfallens zu vermindern. Von der Anzahl der Mitreisenden hängt auch die Anzahl benötigter Gurtplätze ab. Die Sitzgruppe bzw. die Anzahl der Sitzgelegenheiten muss ausreichend hoch sein. Bei dieser Gelegenheit können Sie prüfen, ob Sitzgruppen im Bedarfsfalle zu Betten umgebaut werden können.
  • Wie sind die sanitären Einrichtungen und die Küche ausgestattet? Auch auf die Ausstattung der Küche und des Bades sollten Sie großes Augenmerk legen. Während zwei Reisende mit einer Nasszelle recht gut auskommen können, kann das bei mehreren Reiseteilnehmern anders sein. Die Länge der Reise spielt sicher auch eine wichtige Rolle. Müssen viele Mäuler gestopft werden, empfiehlt sich eine hochwertige Küchenausstattung. Wollen sie sich hingegen nur gelegentlich in Ihrem Wohnmobil verpflegen, können Sie diesen Ausstattungsfaktor vernachlässigen.
  • Wie viel Gepäck muss untergebracht werden? Je nach Reiselänge und Personenanzahl kann sich eine Menge Reisegepäck ansammeln. Deshalb ist die Frage nach ausreichend Stauraum, der leicht zugängig ist, wichtig. Wollen Sie darüber hinaus Fahrräder, Surfbretter oder Snowboards mitnehmen, stellt sich die Frage des Transports. Vor allem, falls Sie das Wohnmobil unbeaufsichtigt auf nicht gesicherten Parkplätzen für Erkundungstouren zurücklassen, fällt ein Transport auf Außenträgern aus. Dann empfiehlt sich ein Wohnmobil mit ausreichend großem Heckstauraum, der auch als Garage bezeichnet wird.

Umso intensiver Sie sich in der Planungsphase mit den Gegebenheiten ihrer fahrenden Wohnung auf Zeit beschäftigen, umso relaxter werden Sie Ihre Reise erleben. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Ein Wohnmobil mieten – wichtige Überlegungen im Vorfeld

Falls Sie schon mehrfach mit einem Wohnmobil auf Achse waren, wissen Sie, worauf Sie vor der Anmietung und bei der Abgabe zu achten haben. Wer hingegen das erste Mal seine vier Wände auf vier Rädern anmieten möchte, sollte sich umfassend vorbereiten. Schließlich sollen die schönsten Tage des Jahres zu einem echten Abenteuer werden. Lesen Sie hier nach, worauf Sie bei der Auswahl Ihres Wohnmobils achten sollten, welche Inklusivleistungen Ihnen Vermieter bieten und welche Zusatzkosten Sie einkalkulieren müssen.

Allgemeine Gedanken vor der Anmietung

Ganz gleich, ob erfahrene Abenteurer oder Neulinge – einige Gedanken vor der Anmietung eines Freizeitfahrzeugs machen sich bezahlt. Das geht bei der Reisezeit los und hört bei der Beladung des Wohnmobils noch lange nicht auf. Hier die wichtigsten Aspekte:

  • Reisezeit: Auch bei Wohnmobilen gilt, dass sie in der Hauptreisezeit teurer als in der Nebensaison sind. So sind die Preise in Europa und in den USA von Mai bis September deutlich höher als im Rest des Jahres. Umgekehrt ist das südlich des Äquators. Wer im europäischen Sommer nach Australien, Neuseeland oder Südamerika fliegt, befindet sich im dortigen Winter. Der allerdings ist mit Tagestemperaturen von 15 bis 20 Grad oft ideal, um diese Länder ohne zu schwitzen zu erkunden.
  • Rabatte und Reservierung: Begeben Sie sich in der Hauptreisezeit eines Landes auf Tour, empfiehlt sich die frühzeitige Buchung des Freizeitfahrzeugs und der Stellplätze. Damit profitieren Sie oft von Frühbucher- Rabatten, die erhebliche Preisvorteile mit sich bringen. Genauso verhält es sich, wenn Sie kurzfristig eine Reise antreten können. Dann greifen die Last-Minute-Angebote. Auch eine längere Anmietung wird von den Vermietern mit Preisnachlässen honoriert. Können Sie sich in der Sparsaison auf den Weg machen, liegen die Preise oft um bis zu 50 Prozent unter denen der Hauptsaison.
  • Größe des Fahrzeugs und Packlisten: Ihr Mobil sollte in jedem Fall ausreichend Platz bieten, um auch einmal einen oder mehrere Regentage ohne Frust im Inneren zu überstehen. Stellen Sie rechtzeitig eine Liste der Dinge zusammen, die Sie mitnehmen möchten. Sollen Fahrräder, Surfbretter etc. mit auf Reisen gehen, benötigen Sie entsprechenden Stauraum. Fangen Sie rechtzeitig mit dem Erstellen einer Packliste an, die auch die Gewichtsangaben der Einzelteile beinhalten sollte. Das zulässige Gesamtgewicht darf nicht überschritten werden.
  • Ort der Anmietung: Sie müssen das Wohnmobil nicht gezwungenermassen in der Nähe Ihres Heimatortes anmieten. Falls Sie entferntere Orte entdecken wollen mieten Sie doch einfach dort an.

„Zunehmend beliebt ist es bei vielen Campern, etwa nach Sizilien oder Norwegen zu fliegen und dort einen bereits voll ausgestatteten Camper zu übernehmen, sich also die lange Anreise zu sparen“


Chris Möller, Gründer und Geschäftsführer von Campanda
  • Pro und Kontra Privatanmietung: Die private Anmietung eines Reisemobils kann vor allem aus Kostengründen verlockend sein. Allerdings gibt es einige Stolpersteine. So muss im Kfz-Schein eingetragen sein, dass das Wohnmobil als Selbstfahrer-Vermietfahrzeug zugelassen ist. Auch bei mündlichen Zusagen seitens des Privatvermieters besteht sonst kein Versicherungsschutz. Während die Wohnmobile bei professionellen Vermietern im Regelfall zwei bis drei Jahre alt sind und gewartet werden, bieten Privatvermieter oft wesentlich ältere Fahrzeuge an. Die klaren vertraglichen Regelungen mit Profis sind den finanziellen Mehraufwand im Regelfall wert.

„Bei manch einem privaten Bus ist sogar die Gitarre und das Surfbrett noch dabei“


Chris Möller, Gründer und Geschäftsführer von Campanda

Wichtige Tipps:

  • Achten Sie darauf, dass Sie mit Ihrem Führerschein im Zielland ein Wohnmobil mieten können. In Australien beispielsweise muss ein internationaler Führerschein in englischer Sprache vorliegen.
  • Ein kleiner Kurs in Sachen Verkehrsregeln des Ziellandes vor der Reise kann nicht schaden. Bei Verstößen gegen geltendes Verkehrsrecht verderben empfindliche Geldbußen schnell die Urlaubsfreude. Vor allem Tempolimits sollten unbedingt eingehalten werden.
  • Besorgen Sie sich für Ihr Reiseland einen Stellplatz- und Parkführer für Caravans. Sollte der angesteuerte Campingplatz ausgebucht sein, finden Sie rasch Alternativen.
  • Achten Sie auch auf Angebote in anderen Bundesländern. Vielleicht enden ja in einem anderen Bundesland bereits die Ferien und es gelten bereits Nachsaisonpreise.

Thema Führerschein: Diese Regelungen gelten aktuell

Haben Sie Ihren Pkw-Führerschein Klasse III vor 1999 erworben, können Sie ein Wohnmobil bis zu einem Gesamtgewicht von 7,49 Tonnen anmieten. Ansonsten darf das Wohnmobil nur bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf die Waage bringen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Begriff Gesamtgewicht. Reisen nämlich mehrere Personen mit und haben Sie viel Gepäck an Bord, muss das Leergewicht Ihres Wohnmobils entsprechend geringer ausfallen. Bringt die Gesamtlast bei einer Kontrolle mehr als das zugelassene Gesamtgewicht auf die Waage, kann die Strafe ein empfindliches Loch ins Reisebudget reißen.

Wichtige Tipps:

  • Achten Sie darauf, dass Sie mit Ihrem Führerschein im Zielland ein Wohnmobil mieten können. In Australien beispielsweise muss ein internationaler Führerschein in englischer Sprache vorliegen.
  • Ein kleiner Kurs in Sachen Verkehrsregeln des Ziellandes vor der Reise kann nicht schaden. Bei Verstößen gegen geltendes Verkehrsrecht verderben empfindliche Geldbußen schnell die Urlaubsfreude. Vor allem Tempolimits sollten unbedingt eingehalten werden.

Die Kosten und Zusatzkosten bei der Anmietung eines Wohnmobils

Die Kostenfrage beschäftigt wahrscheinlich die meisten Reisenden. Demzufolge ist es gut zu wissen, welche Ausgaben auf Sie als Mieter zukommen.

Mietpreise und Pauschalen: In der Hauptreisezeit wird meist eine Mietdauer von sieben Tagen vorausgesetzt. Tagesanmietungen sind bei einigen Anbietern zu erhöhten Kosten möglich. Oft sind im Mietpreis sogenannte Kilometerpauschalen enthalten. Dann können Sie zum Beispiel 400 Kilometer pro Tag ohne Zusatzkosten fahren. Schießen Sie über die Freikilometer hinaus, wird jeder zusätzlich gefahrene Kilometer abgerechnet. Eine kilometergenaue Abrechnung bietet sich an, falls Sie Ihr Reisemobil kaum bewegen wollen.

Kaution und Versicherung: Ihr Wohnmobil muss mit einer Vollkasko- und Haftpflichtversicherung ausgestattet sein. Bei der Fahrzeugübernahme müssen Sie im Normalfall eine Kaution hinterlegen, die meist der Höhe der Selbstbeteiligung der Vollkasko-Versicherung entspricht. Sollte ein Schaden entstehen, wird die Kaution mit der Selbstbeteiligung verrechnet. Klären Sie auf jeden Fall ab, dass die Kaution bei ordnungsgemäßer Rückgabe des Mietfahrzeugs sofort zurückerstattet werden muss.

Kraftstoffkosten: Die Kosten für den Kraftstoff können einen wichtigen Teil Ihrer Reisekosten ausmachen. Vor allem dann, wenn Sie weite Strecken mit Ihrem Mietmobil zurücklegen wollen, lohnt die Planung. Kalkulieren Sie ruhig 12 bis 14 Liter auf 100 Kilometer bei einem Dieselfahrzeug ein.

Nebenkosten und Kosten für Zubehör: Fragen Sie bei der Anmietung unbedingt nach, welche weiteren Kosten etwa für Vorzelte, Campingmöbel, Geschirr, Bettwäsche, Dachträger oder Fahrräder hinzukommen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Außerdem wird meist eine Übergabe- und Servicepauschale für die Ausrüstung für Wasser, Gas und Sanitär berechnet. Klären Sie zudem ab, ob die Reinigung bei der Rückgabe des Mietfahrzeugs im Preis enthalten ist.

Wichtige Tipps:

  • Neben einer guten Planung empfiehlt es sich, auf die Höhe der Zusatzkosten für zusätzlich gefahrene Kilometer zu achten. Diese liegen meist bei 20 bis 40 Cent pro Kilometer. Planen Sie viele Kilometer zu fahren, können Sie mit einem etwas teureren Tagestarif ohne Kilometerbegrenzung bares Geld sparen.
  • Zur Erweiterung des Versicherungsschutzes müssen Sie eine geplante Reise in osteuropäische Länder, in die Türkei oder in andere Länder mit erhöhtem Risiko rechtzeitig bekanntgeben.
  • Für die Ausstattung und Reinigung können erhebliche Zusatzkosten entstehen. Lesen Sie die entsprechenden Regelungen im Mietvertrag genau nach. Oft können Sie bei den Mietverhandlungen Geld sparen, indem Ihnen Zubehör kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Beachten Sie diese Tipps, ist die Auswahl des Vermieters und des passenden Mietmobils ganz einfach und das Kostenmanagement einfach.

Ein Wohnmobil mieten – die Preise, der Mietvertrag und die Fahrzeugübernahme

Nachdem Sie zahlreiche Vorüberlegungen angestellt und das für Ihre Bedürfnisse passende Wohnmobil ausfindig gemacht haben, können Sie einen ersten Preisvergleich starten. Dafür empfehlen sich Plattformen, die die Angebote verschiedener Vermieter miteinander vergleichen oder namhafte Vermieter wie beispielsweise der ADAC. Dort können Sie neben anderen allgemein üblichen Vergünstigungen sogar mit einem Mitgliedsrabatt punkten.

Wollen Sie Ihren eigenen Preisvergleich starten, bieten auch die Seiten zwei, drei und vier der Google- Suchergebnisse interessante Angebote. In diesem Beitrag erhalten Sie Anhaltspunkte zu den Preisen und erfahren mehr darüber, worauf Sie beim Mietvertrag und der Fahrzeugübernahme achten müssen.

Die Mietpreise während verschiedener Reisezeiten – ein Überblick

Wie Sie bereits erfahren haben, werden vier Aufbauformen bei Wohnmobilen unterschieden. So finden sich Campingbusse, Teilintegrierte, Alkoven und Integrierte in den Preisübersichten der Anbieter wieder. Außerdem unterscheidet sich der Preis danach, in welcher Saison Sie verreisen wollen. Diese werden nach diesem Muster unterschieden:

  • Sparsaison – Januar bis März und Oktober bis Dezember
  • Nebensaison – April
  • Zwischensaison – Mai und Juni
  • Hauptsaison – Juli bis September
  • Nachsaison – September bis Oktober
  • Servicepauschale

Die Monatsangaben gelten für Reiseziele auf der nördlichen Halbkugel und können geringfügig abweichen. Wollen Sie ein Reisemobil auf der südlichen Halbkugel anmieten, können Sie die Angaben einfach umdrehen. Dann liegt die Hauptsaison meist von Oktober bis März. Als weitere Faustregel gilt, dass Campingbusse in der Anmietung gefolgt von teilintegrierten Fahrzeugen am günstigsten sind. Am tiefsten müssen Sie in die Tasche greifen, wenn Sie einen Alkoven oder ein vollintegriertes Freizeitmobil anmieten möchten.

In der Sparsaison können Sie einen Campingbus für zwei Personen ab circa 50 Euro pro Tag anmieten während ein vollintegriertes Mobil etwa das Doppelte kostet. In der Hauptsaison schlägt ein Campingbus mit etwa 100 Euro zu Buche und ein vollintegriertes Fahrzeug bringt rund 160 Euro auf die Preiswaage.

Wichtige Tipps:

  • Aufgepasst: Während der Campingbus eine 100prozentige Preissteigerung in der Hauptsaison im Vergleich zur Sparsaison erfährt, steigen Alkoven und Vollintegrierte moderater im Preis. Es kann also sinnvoll sein, in der Hauptsaison ein besser ausgestattetes Wohnmobil zu mieten.
  • Die zu entrichtende Servicepauschale kann ein Auswahlkriterium sein. Allerdings unterschiedet sie sich zwischen den einzelnen Fahrzeugen kaum und liegt bei rund 100 bis 150 Euro.
  • Wichtiger hingegen ist die frühzeitige Anmietung, um einen Frühbucher-Rabatt mitzunehmen. Verhandeln Sie auch, wenn Sie ein Freizeitmobil für längere Zeit anmieten. Nervenstarke können es darauf ankommen lassen und in der Hauptsaison nichtvermietete Wohnmobile bei Last Minute- Angeboten zum Schnäppchenpreis ergattern.

Der Mietvertrag – kein Buch mit sieben Siegeln

Der Mietvertrag zwischen Ihnen und dem Vermieter bedarf besonderer Aufmerksamkeit. Vertrauen Sie niemals den Aussagen des Vermieters, sondern nehmen Sie sich die Zeit, das Kleingedruckte zu lesen. Eventuell können Sie das ja schon beim Vergleich der Anbieter bequem zu Hause erledigen. Hier die wichtigsten Eckpunkte:

  • Defektes Fahrzeug: Machen Sie sich schlau, ab welchem Betrag Sie die Genehmigung der Vermieters für eine Reparatur einholen müssen. Klären Sie auch ab, ob bei einem längeren Werkstattaufenthalt ein Ersatzfahrzeug gestellt wird und wer für die Rückführung des defekten Fahrzeugs aufkommt.
  • Bereitstellungsgarantie: Achten Sie darauf, dass eine Bereitstellungsgarantie in Ihrem Mietvertrag enthalten ist, die Ihnen ein gleichwertiges Mietfahrzeug für den Fall zusagt, dass es beim Vormieter irgendwelche Probleme gab. Nur dann können Sie sicher sein, dass in jedem Fall ein Mietfahrzeug bei Ihrer Ankunft bereitsteht.
  • Fahrzeugübergabe: Nicht nur, wenn Sie Neuling auf dem Gebiet der Wohnmobil-Anmietung sind, ist eine korrekte Übergabe die Grundvoraussetzung dafür, dass es später zu keinen unangenehmen Überraschungen kommt. Vereinbaren Sie mit dem Vermieter einen rechtzeitig anberaumten Termin, um in aller Ruhe die Fahrzeugübergabe anzugehen. Eine vorbereitete Checkliste hilft Ihnen, an alles zu denken.

Als Grundsatz gilt: Alle Geräte müssen vorgeführt und geprüft werden. Neben einer Demonstration der Funktionsweise sollten Manuale zur Verfügung stehen.

Drei wichtige Bereiche der Fahrzeugübergabe

Einweisung in das Basisfahrzeug: Auch, wenn Sie sich als erfahrenen Autofahrer wahrnehmen, sollten Sie sich das Basisfahrzeug komplett vorstellen lassen. Dazu zählt die Einweisung in das Führerhaus mit Schaltung und Bedienelementen ebenso wie das Prüfen der Wagenpapiere.

Checkliste Basisfahrzeug:

  • Wagenpapiere sind aktuell und Betriebshandbuch ist vorhanden
  • Kraftstofftank ist voll
  • Wo werden Kühlwasser, Motoröl und Scheibenwaschanlage kontrolliert und wie werden sie nachgefüllt?
  • Wo befinden sich der Wagenheber, das Reserverad und die Werkzeugtasche und wo wird der Wagenheber angesetzt?

Kontrolle der Innenbereiche: Prüfen Sie die Innenbereiche Ihres Freizeitmobils auf Sauberkeit und widmen Sie der Küche sowie dem Sanitärbereich und der Toilette besondere Aufmerksamkeit. Schauen Sie ruhig einmal hinter die Sitzpolster, um zu prüfen, dass weder aus Wasser- noch aus Abwasserleitungen Wasser austritt. Falls Sie Stockflecken ausmachen, gehen Sie der Sache auf den Grund. Überprüfen Sie im Anschluss das vereinbarte Inventar.

Checkliste Sanitärbereiche und Inventar:

  • Der Fäkaltank ist entleert
  • Der Frischwassertank ist sauber und gefüllt
  • Der Innenraum ist trocken und die Wasserentnahmemöglichkeiten funktionieren
  • Der Boden um die Sanitärzelle ist trocken
  • Die Toilette funktioniert und das Wasser in der Sanitärzelle läuft ab
  • Die Einrichtung enthält die im Mietvertrag aufgeführten Einrichtungsgegenstände
  • Alle Einrichtungsgegenstände sind in einwandfreiem Zustand und Betriebsanleitungen sind vorhanden
  • Alle Systeme des Wohnmobils wie der Kühlschrank, die Heizung, die Kochfläche, die Wasserpumpe, der Warmwasserspeicher und das Abwassersystem funktionieren
  • Weitere Ausstattungen wie der Bettenbau, die Fenster, die Rollos, die Türen und Klappen, die Lampen und Schubläden lassen sich leicht öffnen/schließen bzw. bedienen .

Wichtige Tipps:

  • Bei der Feststellung von Mängeln sollten diese vom Vermieter vor der Unterzeichnung des Mietvertrags abgestellt werden. Im schlimmsten Fall dringen Sie auf einen Tausch des Wohnmobils.
  • Vertrauen Sie keinen mündlichen Absprachen. Lassen Sie alle Mängel ähnlich wie bei der Unterzeichnung eines Mietvertrages einer Wohnung in das Übernahmeprotokoll eintragen.

Kontrolle des Zubehörs: Genauso wichtig ist die Kontrolle des gemieteten Zubehörs. Dazu zählen beispielsweise Gasflaschen, ein Grill, aber auch Ersatzglühlampen oder ein Wasserschlauch. Vor allem Warntafeln für eine Ladung mit Überlänge oder zum Parken müssen mitgeführt werden.

Checkliste Zubehör und dessen Bedienung:

  • Gasflaschen, Grillgerät, Fahrradhalter etc. sind vorhanden und funktionieren
  • Die Gasabnahmebescheinigung ist in Ordnung (Prüfzeugnis und goldfarbene Plakette)
  • Wo sind die Schnellabsperrhähne für die Zuleitungen für Gas und Wasser?
  • Wie werden Verbrauchsgüter wie Gas und Wasser nachgefüllt?
  • Kabeltrommel mit mind. 30 Metern Kabel, Wasserschlauch sowie Ersatzlampen und Ersatzsicherungen sind vorhanden
  • Adapter für Steckdosen und das Befüllen der Gasflaschen sind dabei
  • Warntafeln sind in ausreichender Anzahl an Bord

Wichtige Tipps:

  • Auch, wenn der Vermieter einen gehetzten Eindruck macht: Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Er will schließlich Geld verdienen.
  • Geben Sie sich nicht mit lässigen Antworten zufrieden. Scheuen Sie sich nicht ein zweites oder auch ein drittes Mal nachzufragen.

Wenn Sie alles in Ruhe angehen, eine Checkliste zur Hand haben und die Vorfreude auf Ihren Urlaub im Gepäck haben, sind die Schritte einer Anmietung leicht zu meistern.

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